Die Verteilung des öffentlichen Parkraums wird in Großstädten immer mehr zum Problem. Viele Gebiete sind von allgemeiner Parkplatznot und daraus resultierendem Parksuchverkehr betroffen. In der Metropolregion Hamburg werden durchschnittlich 1,7 Wege pro Tag und Person mit dem Auto zurückgelegt, was immer auch die Suche nach einem Parkstand bedeutet. Durch die digitale Abbildung von Fahrzeugobjekten und die Verknüpfung mit der digitalen Identität der Nutzer/-innen ermöglicht STEREO eine Optimierung der Parkraumgestaltung und -verteilung.

Um Fahrzeuge als digitale Objekte abbilden zu können, wird ein RFID-Chip genutzt, der das Speichern und Auslesen digitaler Rechte ermöglicht. Fahrzeughalter/-innen können auf Basis ihrer Wohnadresse bei der zuständigen Behörde eine Fahrzeugberechtigung beantragen. Da die Parkraumbewirtschaftung im Mischbetrieb erfolgt, soll hierzu auch der Parkschein digitalisiert werden. Dies wird durch die Integration eines QR-Codes auf dem Parkticket ermöglicht, der Nutzer/-innen zum Anmeldeprozess der digitalen Verwaltung von Parkscheinen leitet.

Ziel des Anwendungsfall ist es, das System des Bewohnerparkens und die Ausnahmegenehmigungen für das Handwerkerparken sukzessive zum umfassenden digitalen Parkraummanagement auszubauen. Dies ermöglicht die Digitalisierung des Parkprozesses und die reaktive Optimierung des Anliegerverkehrs. Die Zugangsberechtigung kann hierbei über den RFID-Chip fälschungssicher validiert werden und auf unterschiedlichen Eigenschaften wie Wohnort, Arbeitsort oder gewerblicher Nutzung basieren. Die digitale Identifizierbarkeit von Fahrzeugen und Fahrzeughalter/-innen eröffnet neue Perspektiven für die Parkraumgestaltung. Mit geringem Aufwand können nun temporäre Zonen, etwa Veranstaltungszonen, und Zonen mit besonderen Einschränkungen, etwa Umweltzonen, bedarfsgerecht von der zuständigen Behörde eingerichtet und durch Verknüpfung mit der Fahrzeugelektronik kommuniziert werden.