Für die Bürger/-innen ergibt sich durch STEREO die Möglichkeit, rein digital mit der Verwaltung zu interagieren. Dies führt – neben einem hohen Komfortfaktor und einhergehender Zufriedenheit – allein im Bereich des Zulassungswesens bei den Bürger/-innen zu einer Kostenersparnis, die die Bundesregierung mit bis zu 2 Millionen Stunden Zeitaufwand sowie 30 Millionen Euro Sachaufwand pro Jahr berechnet hat.

Unter Leitung der Christoph Kroschke GmbH wird die Digitalisierung der Antragsprozesse für Neuzulassungen, Ummeldungen, Wiederzulassungen und Außerbetriebssetzungen von Kraftfahrzeugen, sowie die Eingabe von nachvollziehbaren und begründbaren Halteranfragen mittels sicherer, digitaler Identitäten pilotiert. Dabei werden die in der Verwaltung eingesetzten Systeme berücksichtigt, sodass die Einbindung in die jeweilige Verwaltungssoftware ohne großen Aufwand möglich ist. Ebenfalls wird der aktuelle Stand der internetbasierten Kfz-Zulassung (i-Kfz) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur herangezogen, sodass eine nahtlose Integration in das i-Kfz flächendeckend möglich ist.

Begründete und nachvollziehbare Halteranfragen zur Ermittlung des Fahrzeughalters können im Rahmen des Anwendungsfalls eIDAS-konform digital durchgeführt werden. Die Rechtskonformität der Anfrage wird weiterhin sichergestellt; gleichzeitig kann die digitale Anfrage von den beteiligten Behörden effizient und (teil-)automatisiert bearbeitet und digital bereitgestellt werden. Durch STEREO werden die Hybrid-Lösungen durch rein digitale Antragsstrecken abgelöst und Risiken nahezu aufgelöst, ohne dabei die Bedürfnisse der Bürger/-innen aus dem Fokus zu verlieren.

Darüber hinaus wird durch die Implementierung einer „Fahrzeug-Geldbörse” (Car Wallet), die über eine Objekt-ID das Fahrzeug mit seinem digitalen Zwilling verknüpft, die Umsetzung innovativer Anwendungen, wie die automatische Abrechnung von Parkvorgängen durch das Fahrzeug selber, Telematik-Versicherungen („pay how you drive”) und vorausschauende Diagnostik ermöglicht. Durch diese innovativen Anwendungen erleben Bürger/-innen die Vorteile der Digitalisierung im Alltag, ohne ihre Daten intransparent externen Dienstleistern anvertrauen zu müssen.